Autor Thema: Frage zu L69 V8  (Gelesen 787 mal)

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Offline VenomV8

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Frage zu L69 V8
« am: 19. Feb 22, 22:18 »
Servus zusammen,

habe heute einen Camaro Probe gefahren, der mit dem L69 V8 ausgestattet ist. Zu Hause hab ich den 305er TPI (LB9) und beide Motoren haben 190PS. Mir kam der L69 im Vergleich aber ziemlich lahmarschig vor. Dass der eine ein vierfach Vergaser ist und der andere ein Einspritzer mit acht Düsen, ist mir klar. Dennoch sollte der Unterschied doch nicht so signifikant sein, oder? Wer hat den L69 in Originalzustand und evtl. auch schon mal einen 305er TPI unter dem Hintern und kann mir hierzu was sagen?

Evtl. kann mir auch einer was zu dem Vergaser allgemein sagen (Zuverlässigkeit, Tücken, etc.), da ich noch nie einen Vergaser hatte und das schwer einschätzen kann. Der hat ja angeblich die Pumpe vorne im Motorraum und nicht im Tank? Ist das auch normal, dass der nach längerer Standzeit (> eine Woche) ewig braucht, bis er den Sprit vorgefördert und Druck aufgebaut hat? Oder lahmt da nur die Pumpe?

Danke & Gruß,
Andreas
« Letzte Änderung: 19. Feb 22, 22:24 von VenomV8 »
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2010 Alfa Romeo 159 Sportwagon 1.8 TBI Turismo ti

Saison:
2004 Chrysler Crossfire
1987 Chevy Camaro Z28 IROC-Z 5.0 TPI

Offline Chris95

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Re: Frage zu L69 V8
« Antwort #1 am: 20. Feb 22, 18:53 »
Tach Andreas,

dazu kann Ich dir bisschen auf die Sprünge helfen:
LB9: Einspritzer, 9,5:1 verdichtet, TPI -> lange Ansaugwege, Drehmoment low und midrange Drehzahl, Nockenwelle klein, aber gut auf den Drehzahlbereich eingestellt.

L69: Glaube etwa gleiche Nockenwelle, Vergaser, auch 9,5:1, Dual Plane Ansaugbrücke für guten Midrange torque Bereich, Rochester 4v mit 750cm und großer zweiter Stufe, max Drehzahl 5500rpm, mehr als beim TPI der wegen den langen Ansaugwegen und der kleinen Nockenwelle bei 4000rpm Serie dicht macht.

Da tut sich also erstmal nicht sehr viel, aber:
Es kommt halt auf den Allgemein und Erhaltungszustand der Motoren an.
Haben Sie noch gut Kompression, sind die Motoren technisch gut gewartet, sind die Kerzen und das Benzin frisch, ist der Benzinfilter frei, ist der Vergaser gut eingestellt, läuft die TPI gut, ist das "Zündgeschirr" noch gut....

Bei den Rochestern gibt es erfahrungsgemäß immer mal wieder Wehwechen mit den, weil die meistens verplomt sind und wenn dann einer anfängt, im Motorraum irgendwelche Unterdruckschläuche und Thermoschalter abzurupfen und zu entfernen dann eine völlig falsche Gemischaufbereitung haben oder schlichtweg 30 Jahre nicht angefasst wurden und mal eine Einstellung/ Revision benötigen. Die Pumpe beim Vergaser ist eine mechanische am Motor, das ist korrekt, die erst fördert, wenn der Motor dreht. Aber im Vergaser sollte in den Schwimmerkammern immer etwas drin sein, was nach einer Woche eigentlich nicht komplett trocken sein sollte. Es sei denn, mit dem Vergaser stimmt halt was nicht, was Ich hier mal sagen würde. Denn ein gut eingestellter laufender L69 wird zumindest im oberen Drehzahlbereich genauso "schnell" sein wie der TPI, der wiederrum im Low end Bereich seine Stärken hat, und mit der Einspritzung sich in einem gewissen Rahmen selbst regulieren kann, was der Vergaser nicht drauf hat.

Was natürlich auch noch einen Unterschied im spürbaren Vortrieb macht, ist die Achsübersetzung, ist die beim L69 wesentlich länger, dann fühlts sich auch gleich nichtmehr so "spritzig" an.
1988 Firebird Formula 305 TPI

Offline VenomV8

  • Frischfleisch
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Re: Frage zu L69 V8
« Antwort #2 am: 20. Feb 22, 21:37 »
Dankeschön! Das sind schon mal gute Informationen!  :)
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