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Autor Thema: Zukunft der Verbrenner / Olditmer  (Gelesen 203 mal)

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Offline ZzyzxRd

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Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« am: 22. Nov 21, 08:34 »
Hallo zusammen

Ich dachte ich mach mal einen Thread auf über die zukünftige Mobilität, da es auch ein sehr emotionales Thema ist. Den Austausch finde ich äußerst interessant.

Das Elektroauto ist auf dem Vormarsch, die Politik kündet strenge Ausstiegsszenarien und Vorschriften an. Länder versuchen sich gegenseitig zu unterbieten, wer noch früher aussteigt.

Ich finde es riskant, bei diesem Thema (wie auch bei anderen) alles auf eine Karte zu setzen und eine Lösung durchboxen zu wollen.

Zur Diskussion werfe ich mal folgende Fragen in die Runde:

Was denkt ihr, wie sieht die Zukunft aus? Verbote, Einschränkungen, Möglichkeiten/Chancen ?
Werden wir unsere F-Bodies oder andere Olditmer auch in der Zukunft noch betreiben können?
Die Teileversorgung, wie auch die Treibstoffe könnten zur Herausforderung werden.

Kommt es hart auf hart wäre es schön den F-Body ins Wohnzimmer zu stellen, als Kunstobjekt  :ugly: :D
 

« Letzte Änderung: 22. Nov 21, 08:55 von ZzyzxRd »

Offline Kassenpanzer

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Re: Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« Antwort #1 am: 22. Nov 21, 09:58 »
Schönes Thema, genau das treibt mich im Moment auch um...bin gestern Abend mal einen Tesla gefahren.

Die neuen E-Autos fahren sich für mein Empfinden schon extrem gut, ich freue mich eigentlich auf diese neue Ära der Automobil-Welt. "Eigentlich" deshalb, weil ich mich schon als benzinverrückt bezeichne und Verbrenner (gerne im V8-Format, aber beispielsweise auch alte Mercedes Diesel) auf mich eine große Anziehungskraft und Faszination ausstrahlen.  Es isti also wie so oft, wenn man vom lachenden und vom weinenden Auge spricht. Den FBody werde ich aber trotzdem nie gegen ein Batterie-Auto austauschen, der wird mein Hobby bleiben.

Offline Peter

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Re: Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« Antwort #2 am: 22. Nov 21, 15:14 »
Kniffliges Thema, E-Auto schön und gut, aber wenn alle umsteigen müssen woher soll der ganze Strom dann kommen? ...ohne Atomkraft wird's dann wohl nicht mehr gehen....und wohin dann mit dem Atommüll?..da wird einen ja Angst und Bang.....obendrein so einen Elektrohobel herzustellen macht genau soviel Umweltschaden wie ein Euro 0 Diesel der 300.000Km gelaufen ist hab ich schon öfter gelesen und auch gehört. So richtig durchdacht hat das wohl niemand, E Auto für "die" Lösung halte ich für sehr unrealistisch, da wird es bestimmt auch noch andere Lösungen brauchen, den Verbrennungsmotor einfach abschaffen kann und will ich mir auch gar nicht vorstellen, ich glaub da würde ich zum Schnapsbrennen  anfangen und die Motoren dafür rüsten....

Offline Bullet99

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Re: Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« Antwort #3 am: 22. Nov 21, 15:30 »
Servus Leute,

bisher bin ich noch nie in einem Stromer mitgefahren, bin aber für die Erfahrung offen. Ob das die Zukunft ist glaube ich eher weniger.

Wie Peter schon sehr gut schrieb, ist es hart Umweltschädlich die Dinger zu Produzieren und der Strom ist jetzt schon knapp.
Denke eher das Wasserstoff irgendwann eher kommt und den Elekrtohype ablöst.

Mein Camaro steht zwar momentan mit ner Defekten Kopfdichtung im Hof, wird aber gemacht, komme was wolle.
Vielleicht wenns irgendwann auch in Ungarn keinen Sprit mehr gibt, brenn ich Schnapps selber.
Ist hier legal und man bekommt die Anlagen sogar im Praktiker für nen schmalen Taler offiziell zu kaufen.

Aber ein generelles Ende der Verbrenner sehe ich noch nicht, dafür hängt viel zu viel vom Güterverkehr (Schiffe, LKW usw.) ab.

Bin echt auf weitere Beiträge und Ansichten gespannt!  :D
Auto:
01' Camaro 3,8 V6
97' S10 Blazer V6

Quad: SMC Barossa 250

Moppeds:
Hercules MK2 
Motobecane Mobilette 7sl

Offline BenZ28

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Re: Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« Antwort #4 am: 23. Nov 21, 12:27 »
Ich bin was Elektroautos angeht schon Tesla Model S (75) und Tesla Model 3 Performance gefahren, beide haben Spaß gemacht, halt "anders" als z.B. mein Camaro.  8)

Ich glaube aber was die Verfügbarkeit von Benzin/Diesel angeht, da brauchen wir uns nun wirklich keine Gedanken zu machen: Überlegt mal wieviele Benzin/Diesel-Verbrenner allein in Deutschland momentan rumfahren *und* es werden ja immer noch neue verkauft -- und zwar immer noch deutlich mehr als die E-Autos.

Allein aus dem Grund wird es normale Tankstellen noch sehr sehr lange geben, und ich meine jetzt nur Deutschland. Woanders auf der Welt ist in Sachen "E" ja teils gar nix los.

Offline WebBird

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Re: Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« Antwort #5 am: 23. Nov 21, 13:43 »
Ich bin auch kein großer Fan dieser "Nur E ist die Zukunft" Politik. Alternativen wie Wasserstoff bleiben dabei komplett auf der Strecke. Ich habe auch mal gelesen, wenn 1 Mio Elektroautos gleichzeitig aufgeladen werden, bricht bei uns das Stromnetz zusammen. Das liegt nicht mal daran, dass nicht genügend Strom *geliefert* werden könnte, sondern dass das Netz den einfach nicht *transportieren* kann. Demnach würde ja auch der Bau von neuen Kraftwerken gar nichts bringen. Ein Kollege von mir ist gerade in einen Neubau eingezogen, da wollte die Baugesellschaft die Tiefgarage flächendeckend mit Wallboxen ausrüsten. Es sind aber dann nur 2 (statt 40) geworden. Warum? Weil das Stromnetz nicht mehr hergibt. :ugly:

Auch was die Reichweite angeht, können mich die derzeit verfügbaren Batterien nicht so richtig überzeugen. Wenn ich z.B. nach Kroatien in den Urlaub fahren will, sind das über 1000 Kilometer. Wenn die durchschnittliche Reichweite 350 km beträgt, muss ich also mindestens 2x aufladen. Und die Schnell-Lade-Stationen gibt es nicht überall. Von den stark unterschiedlichen Strompreisen gar nicht zu reden. Es könnte also sein, dass ich irgendwo mitten in der Pampa stehe und 2 oder mehr Stunden aufladen darf. Und das dann auch nur, damit ich die nächste Schnell-Lade-Station erreiche, damit ich dort voll aufladen kann.

Ja, ich mache mir Gedanken, was mit meinem Firehawk wird, vor allem jetzt, wo die Grünen mit regieren. Ich bin ja auch für Klima- Umwelt- und Artenschutz, ich mag Bienen und Hummeln in meinem Garten - aber was die Politik daraus macht, ist ja leider zu 99% totaler Schachsinn. Unsere V8 sind sauberer als jeder VW-Diesel, und mehr Dreck als Autos machen LKW, Busse (der ÖPNV lebe hoch) und vor allem Frachtschiffe. Von der Industrie schon gar nicht zu reden. Aber da traut man sich ja nicht ran - oh nein, die Arbeitsplätze! Oh nein, die Lobbyisten steigen uns auf Dach (und streichen die Parteispenden)! Dann doch lieber das Benzin wieder mal teurer machen, und wenn dann die Transportunternehmen pleite gehen und die Supermarktregale leer bleiben - naja, die hätten ja auch freiwillig auf E-Mobilität umstellen können. Vielleicht fliegt bis dahin ja auch Amazon das Gemüse mit Drohnen umher.

Trotzdem denke ich darüber nach, mir einen zweiten V8 zuzulegen, obwohl ich Anrecht auf einen Firmenwagen habe. Der lohnt sich bei Home Office für mich aber nicht, weil die Firma die Regeln dafür so hoch gedreht hat (CO2 Ausstoß etc.), dass der geldwerte Vorteil mich monatlich um die 300 Euro netto kostet, der Wagen aber die meiste Zeit rumsteht. Zudem - das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren. :D Ich hatte erst mit einem Challenger geliebäugelt, jetzt schaue ich eher Richtung Charger, die kosten weniger und sind noch alltagstauglicher. Ich hoffe einfach, dass ich den dann noch eine Weile fahren darf. Beim Firehawk hoffe ich auf das H-Kennzeichen, das sind nur noch knapp 8 Jahre.
Pontiac Firebird "Firehawk" Convertible Automatik, Bj. 1999, LS1 V8

Offline Beagle85

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Re: Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« Antwort #6 am: 23. Nov 21, 14:15 »
Ich kann mich den anderes Posts quasi uneingeschränkt anschließen. Bin vor kurzem eine weitere Strecke mit einem Tesla Model 3 Performance gefahren und war heilfroh, als ich wieder das Geblubber unterm allerwertesten hatte  :D
Ohne Eigentum, bzw. Stromanschluss in der Garage von Großstädten ist die Umsetzung oder die Überlegung auf ein E-Auto umzusteigen für mich nicht umsetzbar.

@WebBird: Den Gedanken an einen 2. V8 hatte ich dieses Jahr auch schon und dann stand er auf einmal vor mir und ich bin schwach geworden. Ist dann quasi mein erstes größeres Projekt geworden an dem ich so ziemlich alles alleine gemacht habe (lackieren ist  :wuerg:)

Offline WebBird

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Re: Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« Antwort #7 am: 23. Nov 21, 14:24 »
Ja, genau darauf (...dann steht er da und ich kann nicht anders...) warte ich auch. :loveit:
Pontiac Firebird "Firehawk" Convertible Automatik, Bj. 1999, LS1 V8

Offline Rehvolution

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Re: Zukunft der Verbrenner / Olditmer
« Antwort #8 am: 23. Nov 21, 16:08 »
Erst zwei?  :D
Das sind, wie man so schön sagt "Rookie Numbers".

Den ersten V8 gabs bei mir in 2018, zwei Jahre später dann den zweiten und nochmal ein Jahr später den Dritten... das ist jetzt knapp ein halbes Jahr her... oh oh...  :D :D :D

Back to topic: Stromer sind ein schwieriges Thema. Viele vergessen immer, dass die Reichweite grade in den aktuellen Jahreszeiten um bis zu 50% reduziert sind, da die Batterie bei niedrigen Temperaturen geschont werden muss. Dann werden aus 200km nur noch 100km, bei entsprechender Fahrweise vielleicht sogar noch weniger (z. B. bergauf). In meinen Augen sind wir in Deutschland noch sehr weit weg von reinelektrischem Verkehr. Im Gegenteil, da sind andere Länder viel weiter, aber in Deutschland darf ja die Lobby nicht vergessen werden. Und solang die Saudis bei Mercedes und Niedersachsen bei VW sitzt, wird sich da auch nicht groß was tun.

JA, wir haben für die Stadt einen Stromer, einen Smart 451 von 2013. Reichweite damals 145km. Ratet mal, was das neue Model 453 für eine Reichweite hat. Richtig: 145km. Die Technik ist beim Neuen also dieselbe wie vor 8 Jahren, keinen Kilometer mehr, einfach alte Technik in ein neues Blechkleid gebaut.

 

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